Ganz Frankfurt soll mit pseudo-wissenschaftlichem Unsinn für dumm verkauft werden

Nirgendwo wird mit so vielen pseudo-wissenschaftlichen Thesen gearbeitet wie in der Verkehrspolitik. Weil jeder versucht, seine politische Agenda wissenschaftlich zu begründen. Konkretes Beispiel: Indem Banalitäten zu "Phänomenen" und Einzel-Beobachtungen zu "Effekten" hochstilisiert werden, soll dem hanebüchenen Unsinn der absichtlichen Stau-Erzeugung ein wissenschaftlicher Anstrich verliehen werden.

Das "Phänomen des induzierten Verkehrs"
Eine Banalität wird zum "Phänomen" hochstilisiert - und völlig abwegige Schlussfolgerungen daraus gezogen

Aus der banalen Erkenntnis, dass mehr und besser ausgebaute Straßen Autos anlocken und zu mehr Verkehr (dem "induzierten Verkehr") führen, machen sogenannte "Verkehrswissenschaftler" ein "Phänomen". Wenn man Straßen baut, fahren natürlich auch Autos auf diesen Straßen. Diese Zwangsläufigkeit als "Phänomen" zu bezeichnen zeigt, dass wir es hier mit typischer Pseudo-Wissenschaft zu tun haben.

Zu allem Überfluss kommen unsere Radlobbyisten dann auch noch zu der völlig abwegigen Überzeugung, dass auch der Umkehrschluss gilt, d. h. dass weniger Straßen zu weniger Verkehr führen. Das ist ein Versuch ganz Frankfurt für dumm zu verkaufen.

Wenn man schon das (ungeeignete) Instrument der VORBEREITUNGSLOSEN Verkehrsflächenreduzierung (also Stau-Erzeugung) als Mittel zum Herbeiführen einer Verkehrswende einsetzen will, dann sollte man doch wenigstens so clever sein und die Staus doch wenigstens an den Stadtgrenzen erzeugen und nicht im Stadtzentrum wie es die Radfahrer-Lobbyisten fordern.

Diesen Ansatz verfolgen grüne Politiker mit den sogenannten Pförtner-Ampeln, mit denen der Verkehr an den Stadträndern aufgehalten wird. Stau-Erzeugung - auch an den Stadträndern - ist generell ein ungeeignetes Instrument, weil es negative Folgen hat: Die Wirtschaft wird behindert, die Emissionsbelastung wird erhöht und Rettungsfahrzeuge kommen nicht durch (es sei denn man schafft Möglichkeiten zur Umfahrung der Pförtner-Ampeln).


Der "Zeil-Bleichstraßen-Effekt"
Die Zeil-Sperrung hat angeblich zu einer Verkehrsreduzierung geführt.

Die Sperrung der Zeil wird von den Radfahrer-Lobbyisten und den Sperrungs-Befürwortern gerne als Beispiel herangezogen, um zu beweisen, dass Straßensperrungen zu einer Verkehrsreduzierung führen. Aus der Tatsache, dass die seinerzeit befürchtete Überlastung der Bleichstraße nicht eingetreten ist, wird pseudo-wissenschaftlich der "Zeil-Bleichstraßen-Effekt" konstruiert und so getan, als würde dieser Effekt überall und immer eintreten.

Auf den Zeil-Bleichstraßen-Effekt warten wir am Schaumainkai und am Basler Platz nun schon lange. Es gibt ihn nicht.

Unsere Radfahrer-Lobbyisten widersprechen sich selbst. Aus ihren eigenen Statistiken geht hervor, dass wir seit Jahrzehnten ein steigendes Pendler-Volumen haben, wobei das Einpendler-Volumen stärker gestiegen ist als das Auspendler-Volumen. Es kommen also seit Jahrzehnten immer mehr Fahrzeuge in die Stadt. Trotz Zeil-Sperrung!

Trotz einer permanenten Zunahme der Fahrzeug-Anzahl in der Stadt sprechen diese Leute von einer Verkehrsreduzierung, die angeblich durch die Zeil-Sperrung hervorgerufen wurde. Das ist nur möglich, wenn sich Fahrzeuge in Luft auflösen, sobald sie unsere Stadtgrenze passieren!

Die Zeil-Sperrung hat definitiv zu mehr Verkehr geführt. Wenn nicht in der Bleichstraße, dann eben anderswo.