Initiative "Verkehrswende Frankfurt"



Wir fordern weniger Verkehr, weniger Lärm, weniger Emissionen und mehr Verkehrssicherheit
- für alle und nicht nur für Mainkai-Bewohner -




Mainkai-Sperrung: Die absurdeste Verkehrswende in Deutschland



Chaos Stresemannallee
Verkehrswende in Frankfurt
Stresemannallee Frankfurt: Das ist das Ergebnis, wenn Staus durch vorbereitungslose Straßensperrungen in Kauf genommen oder gar absichtlich erzeugt werden, um Pendler von der KFZ-Nutzung abzubringen.


Stockholm verkehrsberuhigt
Verkehrswende in Stockholm
Ein Straße im Stadtzentrum von Stockholm. Sie ist nicht gesperrt aber nahezu autofrei, weil eine City-Maut und eine ÖPNV-Preisreduzierung dafür sorgt, dass die ÖPNV-Nutzung wirtschaftlich attraktiver ist als die KFZ-Nutzung.

Unsere Forderungen für eine echte Verkehrswende

Wichtigste Forderung: Integrierte Verkehrsplanung

Der in Frankfurt übliche blinde, planlose Aktionismus nach dem Motto "wir sperren jetzt mal Straße x" oder "wir bauen jetzt einen Radweg in der Straße y" ist unprofessionell. Alle Maßnahmen müssen Teil einer integrierten Verkehrsplanung sein, die alle Verkehrsmittel einbezieht und möglichst allen Verkehrsteilnehmern - Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern - gerecht wird. Der Kern eines Verkehrsplans ist ein Ziel-Strategie-Maßnahmen-Szenario, wie es jede Führungskraft in der Wirtschaft definieren muss, wenn sie / er etwas ändern will.

Über allem steht eine Hierarchie von Zielen, die man kurz-, mittel- und langfristig erreichen will. Davon leitet man Strategien ab, die geeignet sind, um das jeweilige Ziel zu erreichen. Die Aktionen / Maßnahmen kommen zum Schluß, werden von den Strategien abgeleitet und in ein Kurz-, Mittel-, Langfristig-Schema eingeordnet. Über allen anderen Zielen muss eine Reduzierung des gesamten Verkehrs stehen. Und zwar nicht nur in einer einzigen Straße sondern in der gesamten Stadt und insbesondere dort, wo wir heute die höchste Verkehrsdichte haben - in Nord-Sachsenhausen, der Innenstadt sowie im Bahnhofs- und Allerheiligenviertel.



1.Eine Verkehrswende muss gerecht sein

Die Mainkai-Sperrung ist zutiefst ungerecht. Nicht das Reduzieren der Verkehrsmassen steht im Vordergrund, sondern das Verschieben in andere Stadtteile. Eine Hauptverkehrsstraße wird gesperrt auf Kosten anderer, bereits hoch belasteter Straßen, die nun umso mehr Verkehr führen. Die einen haben bessere Luft und keinen Lärm mehr, die anderen dafür umso mehr.
Wir fordern:
  1. Eine Verkehrswende für alle und nicht nur für eine Straße.
  2. Keine einzige Verkehrsberuhigungsmaßnahme darf auf Kosten anderer durchgeführt werden. Unsere großen Ost-West-Verbindungen können nicht gesperrt werden, so lange wir keine untertunnelte Ost-West-Verbindung haben (siehe Düsseldorf). Weil die Sperrung einer Hauptverkehrsstraße zu sehr negativen Folgen für die umliegenden Straßen führt. Allenfalls kleine Straßen mit sehr geringem Verkehrsaufkommen (Braubachstr. etc.) kann man vollständig sperren. Deshalb können Mainuferstraßen nur verkehrsberuhigt aber nicht vollständig gesperrt werden.
  3. Wenn der Mainkai auf zwei Fahrspuren reduziert wird, dann muss das auch für den Schaumainkai erfolgen. Und wenn wir die Berliner Straße auf zwei Fahrspuren reduzieren und dort Radwege einrichten, dann muss das Gleiche auch in der Walter-Kolb-/Gartenstraße erfolgen. Um sicherzustellen, dass wir keine Staus erzeugen, sollten wir solche Maßnahmen erst dann umsetzen, wenn wir vorher eine Reduzierung des Gesamtverkehrs durchgesetzt haben (siehe nächstes Ziel).

2. Eine Verkehrswende muss zu weniger Verkehr führen, nicht zu mehr

Die Mainkai-Sperrung hat das Verkehrsaufkommen insbesondere dort erhöht, wo wir die größten Verkehrsprobleme haben - in Nordsachsenhausen, in der Innenstadt, im Bahnhofs- und Allerheiligenviertel. Damit ein paar wenige Mainkai-Anwohner Ruhe vor ihrer Haustür haben, sollen 100.000 Frankfurter Bürger mehr Verkehr in ihren Straßen akzeptieren, sollen eine höhere Umwelt- und Lärmbelastung und eine Reduzierung der Verkehrssicherheit für ihre Kinder ertragen. Selbst wenn die optmimistischsten Szenarien Realität werden würden und 50% der Mainkai-Befahrer auf das Auto verzichten, müssen immer noch 50% des ehemaligen Mainkai-Verkehrs - also täglich etwa 10.000 Fahrzeuge - in die verbliebenen Ost-West-Verbindungen gedrängt werden - vor allem in den Schaumainkai, in die Berliner Straße und in die Walter-Kolb-/Gartenstraße. Autofreie Innenstadt? Nein, das Gegenteil, mehr Verkehr im Stadtzentrum. Verkehrsreduzierung? Nein, überall mehr Verkehr statt weniger, vor allem in der Innenstadt (Schwerpunkt Berliner Straße), im Bahnhofsviertel (Schwerpunkt Basler Platz) und in in allen Straßen in Nordsachsenhausen.
Wir fordern :
  1. Das Verkehrsaufkommenm muss signifikant und flächendeckend gesenkt werden - für alle aber insbesondere für die Bürger in den zentralen, hoch belasteten Stadtteilen. Indem wir dafür sorgen, dass sich zu jedem beliebigen Zeitpunkt deutlich weniger Fahrzeuge in der Stadt befinden, als es heute der Fall ist (eventuell durch eine City-Maut in Kombination mit einer Verbilligung des ÖPNV).
  2. Es kann nicht sein, dass diese Verkehrsberuhigung nur auf die Innenstadt bezogen ist - Stichwort autofreie bzw. verkehrsberuhigte Innenstadt. Sie muss auch Nordsachsenhausen miteinbeziehen, den Stadtteil, der die höchste Verkehrsbelastung in der gesamten Stadt ertragen muss.

3. Eine Verkehrswende muss die Lebensqualität nicht nur für ein paar wenige verbessern, sondern für alle

Befürworter der Mainkai-Sperrung aus der Politik und der Radfahrer-Lobby betonen immer wieder, dass es in Sachsenhausen schon immer viel Verkehr, Staus sowie eine hohe Lärm- und Emissionsbelastung gab. Als wäre das ein Argument dafür, dass man Sachsenhausen mit noch mehr Verkehr belasten kann, dass man die Lärm- und Emissionsbelastung in Sachsenhausen noch weiter erhöhen kann.
Wir fordern:
  1. Je zentraler ein Stadtteil liegt, desto höher ist das Verkehrsaufkommen. Deshalb muss man bei der Umsetzung von Verkehrsberuhigungsmaßnahmem von innen nach außen vorgehen. Stadtteile wie Sachsenhausen-Nord, die Innenstadt und das Bahnhofsviertel müssen die höchste Priorität bekommen.
  2. Nachdem eine signifikante Verkehrsreduzierung umgesetzt wurde, müssen reine Wohnstraßen - wo immer möglich und sinnvoll - den Anwohnern und dem Lieferverkehr vorbehalten sein.

4. Eine Verkehrswende muss die Verkehrssicherheit erhöhen

Der SPD-Politiker Strank strapaziert die "leuchtenden Augen der Kinder am Mainkai" bei jeder passenden Gelegenheit. Obwohl er weiß, dass es im Bereich des Mainkais keine Schulen gibt. In Nordsachenhasuen gibt es im Gegensatz dazu zehn Schulen. Haben diese Kinder kein Recht auf weniger Verkehrsreduzierung? Haben sie kein Recht auf sichere Schulwege auf eine Verkehrssitutation, die noch einschätzbar ist für sie? Seit der Mainkai-Sperrung müssen Eltern ihre Kinder wieder zur Schule bringen, weil der Schulweg durch gestresste Pendler, die durch Wohngebiete fahren, die Ampeln missachten, widerrechtlich links abbiegen zu gefährlich geworden ist. Rettungsfahrzeuge bleiben in unnötig erzeugten Staus hängen. Der Bau von Radwegen in Sachsenhausen wurde den Sachsenhäuser Bürgern verweigert, weil die Straßenkapazität für die Verkehrsmassen benötigt wird, die durch die Mainkai-Sperrung zusätzlich durch Sachsenhausen fahren. Das Gefahrenpotential für Kinder, Radfahrer und Schwerverletzte wurde erhöht anstatt es zu reduzieren.
Wir fordern:
  1. Die schnelle Durchfahrtsmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge muss gewährleistet werden und darf nicht etwa durch absichtlich herbeigeführte Staus behindert werden. Es kann nicht sein, dass wir Verkehrspolitik auf dem Rücken von Schwerverletzten machen.
  2. Das Gefahrenpotential für Schulkinder muss überall reduziert werden. Schulwege müssen besser geschützt werden, indem Durchfahrtmöglichkeiten durch Wohngebiete beseitigt werden.
  3. Alle Stadtteile müssen gleichberechtigt und gleichzeitig Radwege bekommen. Es kann nicht sein, dass ein Stadtteil jahrelang oder für immer auf Radwege verzichten muss, weil dort das Verkehrsaufkommen dauerhaft erhöht wird.

5. Eine Verkehrswende darf nicht zu einer Verödung der Innenstadt führen

Autofahrer von extern sind auch Käufer in unseren Geschäften, Gäste in unseren Hotels und Restaurants und Mitarbeiter in unseren Unternehmen. Nach Analysen der IHK sind 40% der Kunden Autofahrer von außerhalb und generieren 60% des Umsatzes. Beispiele wie Madrid mit einer erfolgreichen verkehrsberuhigten Innenstadt sind irrelevant. Dort gibt es mit 7 Millionen Einwohnern genug Kaufkraft innerhalb der Stadt. Madrid benötigt keine Käufer von außerhalb, Frankfurt schon.

Pendler gewährleisten die wirtschaftliche Prosperität unserer Stadt und erwirtschaften einen Großteil unserer Gewerbesteuereinnahmen. Wenn das hochaggressive Autofahrer-Bashing der Radfahrer-Lobby Gegenstand unserer Verkehrspolitik wird, dann ist das der Tod der Geschäfte, der Restaurants und der Hotels in der Innenstadt. Unternehmen werden Frankfurt reihenweise verlassen, weil ihre Mitarbeiter nicht mehr an ihren Arbeitsplatz kommen oder weil sie ihre Kapazitäten in Vertrieb, Service und Logistik aufgrund erschwerter Mobilität massiv ausbauen müssen.
Wir fordern:
  1. Keine repressiven Maßnahmen zur Umsetzung einer Verkehrswende, vor allem keine absichtliche Stauerzeugung. Autofahrer dürfen ausschließlich mit positiven Anreizen (mehr und bessere Radwege und einer Verbilligung des RMV) überzeugt werden, auf Fahrräder oder auf den ÖPNV umzusteigen.
  2. Unseren Geschäften dürfen wir ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht dadurch entziehen, dass wir Käufer mit überhöhten Maut- und Parkgebühren belasten, die den Preisvorteil von Amazon & Co noch verbessern.
  3. Der eCommerce muss eher bekämpft als gefördert werden. Weil er zu einer Verödung der Innensatdt führt, weil er die Straßen mit Lieferfahrzeugen überschwemmt, die mit widerrechtlichem Parken überall den Verkehrsfluß zum Erliegen bringen.


Strategien für eine echte Verkehrswende

>

Chaos iamm Schaumainkai Schweizer Straße / Schaumainkai: Alltägliches Chaos zur Rush Hour - verhindern mit City-Maut
City-Maut für das Stadtzentrum

Frankfurt ist die Stadt mit dem höchsten Pendler-Aufkommen in Deutschland. Wenn man den Pendler-Verkehr reduzieren will, dann gibt es zur City-Maut kaum eine Alternative, weil man damit mehr Wirkung erzielen kann als mit allen anderen Instrumenten. Sie ist damit das optimale Strategie-Element zur Reduzierung und Steuerung des Pendler-Verkehrs. In Kombination mit einer Verbilligung und Verbesserung des RMV hat die City-Maut in Stockholm bereits vor 12 Jahren zu einem überwältigenden Erfolg geführt.

City-Mauts gibt es bereits in vielen Metropolen. Sie sind optimal, weil man über die Preisgestaltung jederzeit steuern kann, wie viele Fahrzeuge man im Stadtzentrum zu einem bestimmten Zeitpunkt dulden will. Und man kann sie zu bestimmten Zeiten wie z. B. am Wochenende oder außerhalb der Rush Hour außer Kraft setzen, um Käufern, Restaurantgästen von außerhalb den Besuch in Frankfurt nicht zu verleiten.

Warum das Rad neu erfinden? Bei der Einführung einer City-Maut sollte man sich an der Vorgehensweise von Stockholm orientieren - mit einer intensiven Bürgerbeteiligung und einer Bürgerbefragung. Und natürlich an allen weiteren Aspekten wie der Preisgestaltung, der Gebührenerhebung etc.

Aktuell fehlen noch die rechtlichen Voraussetzungen. Der Städtetag hat den Bundestag allerdings bereits aufgefordert, diese zu schaffen.


U-Bahn-Station Frankfurt HBF U-Bahn Station am Hauptbahnhof: Starkes Optimierungspotential | Foto aus FNP - © Traffiq
Öffentlicher Personennahverkehr

Der RMV bietet ein signifikantes Verbesserungspotential. Er muss billiger werden, um eine Alternative zur KFZ-Nutzung zu werden. Eine vierköpfige Familie aus Eschersheim zahlt etwa 20€, wenn sie ins Zentrum und zurück will. Das ist nicht wettbewerbsfähig, Parken kostet weniger als die Hälfte. Selbst der Kurzstreckentarif wäre für die Familie keine Alternative zum Auto.

Kurzfristig: Das 365€-Ticket muss schnellstmöglich kommen. Und vor allem anderen muss die Benachteiligung der weniger gut situierten Peripherie-Bewohner beseitigt werden (Kurzstreckentarif für alle, egal wo man einsteigt und hinfährt).

Mittelfristig: Das komplizierte Tarifsystem und die grünen Automaten aus der IT-Steinzeit müssen abgeschafft und durch moderne kontaktlose Bezahlsysteme ersetzt werden, wie sie in asiatischen Metropolen längst Standard sind.

Langfristig: Selbstverständlich müssen die Kapazitäten erhöht werden. Und wir benötigen einen Ausbau der U-Bahn bis an unsere Stadtgrenzen, wenn wir dort P&R-Plätze bauen.

Bei der ÖPNV-Optimierung sollten wir uns an asiatischen Metropolen wir Singapur orientieren, die einen sicheren, sauberen und billigen ÖPNV mit bequemen Bezahlmöglichkeiten haben.



Chaos am Schaumainkai Stau vor dem Parkhaus am Dom: Anwohner sollten Vorrang im Parkhaus bekommen
Parkraum-Bewirtschaftung

Wenn man den innerstädtischen KFZ-Verkehr reduzieren will, geht an der Kombination Radwegbau, Parkraumbewirtschaftung und RMV-Verbilligung kein Weg vorbei. Die Benutzung des RMV muss einen wirtschaftlichen Vorteil bieten gegenüber der Alternative "Autofahren und Parken".

Parken massiv zu verteuern ist der falsche Weg und schwer durchsetzbar. Der wirtschaftliche Vorteil des RMV muss durch dessen Verbilligung erreicht werden, die Parkgebühren sollte man nur moderat verteuern.

Auf eine Reduzierung des Parkplatz-Angebots sollten wir verzichten. Aber wir sollten den Anwohnern, die in der Nähe eines Parkhauses wohnen, Vorrang einräumen und ihnen besonders günstige Konditionen bieten. Wenn es um autofreie Straßen in Innenstadt geht, müssen wir den Anwohnern eine preisgünstige Möglichkeit bieten, ihr Auto in der Innenstadt abzustellen.


Chaos in der Schweizer Kreuzung Schweizer Straße / Gartenstraße: Dieses Chaos kann verhindert werden - mit mehr P&R Plätzen
Park & Ride-Infrastruktur

Das 3. Strategie-Element zur Reduzierung des Pendler-Verkehrs zusätzlich zur City-Maut und zur Verbilligung/Verbesserung des ÖPNV ist die Park & Ride Infrastruktur. Wer in einem abgelegenen, kleinen Taunus-Ort wohnt, muss die Möglichkeit haben, in der nächstgelegenen größeren Stadt in den ÖPNV umzusteigen und dort sein Auto kostenlos abzustellen. Der Ausbau der P&R Plätze entlang der S-Bahn-Strecken ist also besonders wirkungsvoll, damit Pendler gleich gar nicht bis zu unserer Stadtgrenze fahren müssen.

Aber das reicht nicht. Wir benötigen auch P&R Plätze an unseren Stadtgrenzen um nicht nur Pendlern, sondern auch Touristen die Möglichkeit zu bieten, in den ÖPNV umzusteigen.

Der Ausbau der P&R Infrastruktur ist nur auf mittel- bis langfristige Sicht möglich und kann leider nicht als Strategie-Element betrachtet werden, das kurzfristig umgesetzt werden kann.




Pförtnerampel Pförtnerampel: Eigentlich schlecht, nur als Notlösung vertretbar
Pförtner-Ampeln

Pförtner-Ampeln - also das Zurückhalten des Verkehrs an den Stadtgrenzen - sind eigentlich ein schlechtes Instrument. Weil sie eine Stau-Generierungsmaßnahme sind. Das absichtliche Herbeiführen von Staus als Instrument zum Herbeiführen einer Verkehrswende muss man eigentlich grundsätzlich ablehnen.

Pförtner-Ampeln generieren Staus außerhalb der Stadt. Die vorbereitungslose Sperrung von Straßen wie bei der Mainkai-Sperrung generiert die Staus innerhalb der Stadt. Zu diesem Ansatz, der die eigene Stadtbevölkerung noch mehr schädigt als die Pendler, sind Pförtner-Ampeln immer noch die bessere Alternative.

Insofern sollte man Pförtner-Ampeln nicht vollständig als Strategie-Element ablehnen. So lange man keine anderen Instrumente hat, um die innerstädtischen Staus zu beseitigen, muss man sie in Erwägung ziehen - allerdings nur als vorläufige, zwischenzeitliche Maßnahme. Sie sind immer noch besser als das was wir jetzt haben - absichtliche Stau-Erzeugung innerhalb der Stadt. Und sie sind schnell umsetzbar.


Untermainbrücke Vorbereitungslose Verkehrsflächenreduzierung: Der Verkehr drängt sich auf der verbliebenen Fläche
Verkehrsflächenreduzierung

Um Radfahrern und Fußgängern mehr Platz zu verschaffen, muss man die Verkehrsfläche für den KFZ-Verkehr reduzieren. Daran geht leider kein Weg vorbei.

Vorbereitungslose Verkehrsflächenreduzierung, wie sie bei der Mainkai-Sperrung praktiziert wird, ist allerdings aktive, bewusste, vielleicht sogar absichtliche Stau-Erzeugung. Und damit ein dilettantischer Ansatz zum Herbeiführen einer Verkehrswende. Manche Pseudo-Wissenschaftler fordern diese Vorbereitungslosigkeit sogar. Weil sie Stau-Erzeugung als einzig wirksames Mittel betrachten, um Pendler von der KFZ-Nutzung abzubringen.

Diesen Unsinn, der auch von den Frankfurter Radfahrer-Lobbyisten gefordert wird, müssen wir grundsätzlich ablehnen. Staus kann man nicht mit noch mehr Staus bekämpfen. Und ein Problem (zu viel Verkehr) kann man nicht dadurch lösen, dass man es bis zur Unerträglichkeit für alle Beteiligten erhöht.

Vor der Reduzierung von Verkehrsfläche muss immer eine Verkehrsreduzierung stehen.





Warum Sie bei unserer Initiative mitmachen sollten?

Wenn Sie in Frankfurt eine echte Verkehrswende wollen, mit weniger Verkehr, weniger Lärm, weniger Emsionen und mehr Sicherheit für Sie selbst und für Ihre Kinder, dann müssen Sie sich wehren.


Machen Sie bei unserer Initiative mit, die sich gegen diese verantwortungslose Politik richtet, die überall zu negativen Konsequenzen führt, nur an einer einzigen Straße nicht. Das kostet nichts, verpflichtet Sie zu nichts, Ihr Name wird nicht veröffentlicht, wenn Sie es nicht wollen. Sie müssen sich nur auf unserer Website registrieren - das reicht schon.


Sie können nicht darauf vertrauen, dass andere das Problem für Sie lösen werden. Auch unsere Bürgerinitiative ist machtlos, wenn Sie sich nicht hinter uns stellen, indem Sie sich hier bei uns registrieren. Aktuell sind wir 1369 Mitglieder. Je mehr Bürger sich beteiligen, desto stärker wird unsere Stimme. Sie können nicht warten. Damit würden Sie unserem Verkehrsdezernenten (SPD) und anderen Sperrungs-Befürwortern in der Politk in die Hände spielen. Sie erwarten, dass wir uns an dieses Chaos gewöhnen. Dass es Protest gibt, haben sie erwartet, das ist sozusagen in ihre Überlegungen "eingepreist". Aber sie vertrauen darauf, dass die Bürger eine träge, uninteressierte Masse sind, die sich alles gefallen läßt - so lange sie nicht unmittelbar selbst betroffen ist. Bitte helfen Sie uns, unsere Initiative in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis bekannt zu machen.