"Sachsenhausen wehrt sich"

Initiative gegen die Mainkai-Sperrung und für eine echte Mobilitätswende in Frankfurt


Wir fordern eine Mobilitätswende für alle

1. Eine gerechte, professionell geplante Mobilitätswende, die nicht auf Kosten anderer zustande kommt

  1. Alle müssen entlastet werden und nicht nur die Anwohner einer Straße.
  2. Neben einer flächendeckenden Verkehrsreduzierung muss Gerechtigkeit über allem anderen stehen. Es kann nicht sein, dass die Bewohner einer Straße keine Autos mehr vor ihrer Tür haben und die Bewohner der daneben liegenden Straße dafür doppelt so viele.
  3. Nördlich und südlich des Mains muss es gleichzeitig zur Verkehrsentlastung kommen. Es kann nicht sein, dass Sachsenhauen den Preis dafür bezahlt, dass es auf der Nordseite zur Verkehrsberuhigung kommt. Wir fordern Fahrspurreduzierungen und den Radwegbau auf beiden Seiten des Mains, also nicht nur am Mainkai und in der Berliner Straße sondern auch am Schaumainkai und in der Walter-Kolb-/Gartenstraße.
  4. Wir fordern eine Verkehrswende, die auf Basis einer integrierten Verkehrsplanung, mit klar definierten Zielen und Strategien erfolgt. "Einfach machen und dann nachsteuern" wie SPD-Politiker es fordern, ist Dilettantismus und hat in der Stadt mit dem höchsten Pendler-Aufkommen in Deutschland nichts zu suchen.
  5. Den Mobilitätsbedürfnissen aller Bürgerinnen und Bürger muss ebenso Rechnung getragen werden, wie denen des Wirtschaftsverkehrs.

Sperrungen von Hauptverkehrsstraßen führen zu sehr negativen Folgen für die umliegenden Straßen. Deshalb können unsere großen Ost-West-Verbindungen nicht gesperrt werden, so lange wir keine untertunnelte Ost-West-Verbindung haben (z. B. durch eine Verlängerung des Theatertunnels).

2. Eine flächendeckende Verkehrsreduzierung, die insbesondere die Bürger in den zentralen Stadtteilen entlastet, die seit Jahrzehnten die höchste Verkehrsbelastung ertragen

  1. Anstatt das Verkehrsaufkommen zu erhöhen wie bei der Mainkai-Sperrung, muss der Verkehr im Stadtzentrum signifikant und flächendeckend gesenkt werden.
  2. Die Bürger in den zentralen Stadtteilen Innenstadt, Bahnhofs- und Allerheiligenviertel und Nordsachsenhausen leiden schon immer unter der höchsten Verkehrsbelastung in Frankfurt, müssen seit Jahrzehnten ein ständig steigendes Verkehrsaufkommen ertragen. Anstatt die Bürger im Zentrum der Stadt noch zusätzlich mit dem Mainkai-Verkehr zu belasten, müssen sie entlastet werden. Das ist im Prinzip nur mit einer City-Maut für die Kernstadt-Viertel machbar, mit der man steuern kann, wie viele Fahrzeuge man zu einem bestimmten Zeitpunkt im Stadtzentrum zulassen will. Den Wirtschaftsverkehr kann man befreien und den Käufern von außerhalb kann man Mautfreie Zeitfenster, z. B. am Wochenende oder außerhalb der Rush Hour anbieten. Eine City-Maut muss so gestaltet werden, dass sie die Wettbewerbsfähigkeit unserer Geschäfte nicht beeinträchtigt.

Wer die Sperrung beider Mainauferstraßen fordert, verdoppelt die Probleme sogar. Welche Folgen Sperrungen auf beiden Mainseiten haben, konnte man an jedem 2. Wochenende in 2019 sehen, wenn neben dem Mainkai auch das Museumsufer für den Flohmarkt gesperrt war. Berliner Straße im Norden und Gartenstraße im Süden mussten jeweils 20.000 Fahrzeuge zusätzlich aufnehmen. Gigantische Staus bis in die letzten Wohnstraßen hinein, Fortbewegungsgeschwindigkeit 25 Minunten pro 100 m, kein Durchkommen für Rettungsfahrzeuge. Beidseitige Mainufersperrungen sind auf keinen Fall die Antwort auf Frankfurts Verkehrsprobleme, weil sie diese Probleme bis zur Unerträglichkeit für die Kernstadt-Bewohner verschärfen.

3. Eine verkehrsberuhigte / autofreie Innenstadt statt einer Mainkai-Sperrung

  1. Statt eines autofreien Mainkais fordern wir eine verkehrsberuhigte / zum Teil autofreie Innenstadt. Im Gegensatz zur Mainkai-Sperrung kann eine autofreie oder verkehrsberuhigte Innenstadt realisiert werden, ohne dass die Bürger anderer Stadtteile den Preis dafür bezahlen müssen. Zwischen Main und Zeil gibt es etwa 10 Straßen, die wenig Verkehr führen (Ausnahme Berliner Straße). Ihre Sperrung hätte keine negativen Auswirkungen an anderer Stelle.
  2. Wir fordern einen Rückbau auf zwei Fahrspuren in der Berliner Straße zugunsten von Radwegen und breiteren Fußwegen sowie die vollständige oder teilweise Sperrung der Straßen zwischen Main und Zeil. Die Zufahrt für Anwohner und für den Wirtschaftsverkehr muss gewährleistet werden.
  3. Wir fordern ein Vorrecht und preisgünstige Parkmöglichkeiten in den Parkhäusern für Anwohner.
  4. Eine Verödung der Innenstadt muss verhindert werden, die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Geschäfte und Restaurants muss gewährleistet bleiben, indem die Zufahrt zu den Parkhäusern weiterhin ermöglicht wird.

Das blindwütige Autofahrer-Bashing von Politikern und Radfahrer-Lobbyisten führt zu einer Verödung der Innenstadt. Autofahrer von extern sind auch Käufer in unseren Geschäften, Gäste in unseren Hotels / Restaurants und Mitarbeiter in unseren Unternehmen. Im Gegensatz zu den großen Metropolen hat Frankfurt nicht genug Kaufkraft innerhalb der Stadt, ist auf Käufer und Gäste von außerhalb angewiesen. Nach Analysen der IHK hängen 60% des Umsatzes der Geschäfte von Autofahrern von außerhalb ab. Unseren Geschäften dürfen wir ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht dadurch entziehen, dass wir ihnen die Zufahrt ins Stadtzentrum verwehren. Wir dürfen sie nicht mit überhöhten Maut- und Parkgebühren belasten, die den Preisvorteil von Amazon & Co noch weitern verbessern. Die Zufahrt zu Parkhäusern darf nicht eingeschränkt werden.



Eine "Verkehrswende", die überall alles verschlechtert, lehnen wir ab


1. Die Mainkai-Sperrung ist ungerecht, Verkehrsberuhigung wird auf Kosten anderer erzielt

Der SPD-Politiker Strank betont bei jeder Gelegenheit die "leuchtenden Kinderaugen am Mainkai". Die Verlogenheit dieser Phrase zeigt sich bei Google, wenn man nach "Schulen in Frankfurt" sucht. Ergebnis: Keine einzige Schule in der gesamten Innenstadt und 8 Schulen mit 10.000 Schülern in Nordsachsenhausen.

Mehr als 100.000 Frankfurter Bürger im Zentrum der Stadt zahlen den Preis für die Mainkai-Sperrung - mit mehr Verkehr, mehr Lärm, mehr Emissionen und weniger Verkehrssicherheit. 10.000 Schüler haben einen gefärlicheren Schulweg, die kleineren müssen von ihren Eltern wieder zur Schule begleitet werden.

Auch die Radfahrer in Nordsachsenhausen werden als Bürger zweiter Klasse behandelt. Radwege werden ihnen verweigert, weil die Straßenkapazität für die Verkehrsmassen vom Mainkai benötigt wird. Und das Gefahrenpotential hat sich für sie erhöht, weil sich die Verkehrsdichte / das Verkehrsaufkommen erhöht hat. "Es hat noch nie Spaß gemacht in Sachsenhausen Rad zu fahren" steht auf der Website der Radlobbyisten vom Radentscheid. Ihre Lösung: Sie treten dafür ein, das Verkehrskommen noch weiter zu erhöhen, in dem sie die Mainkai-Sperrung unterstützen und damit dafür eintreten, den Mainkai-Verkehr noch zusätzlich nach Sachenhausen zu drängen.

2. Die Mainkai-Sperrung belastet ausgerechnet die Bürger zusätzlich, die wir am dringendsten entlasten müssten!

Befürworter der Mainkai-Sperrung aus der Politik und der Radfahrer-Lobby betonen immer wieder, dass es in Sachsenhausen schon immer zu viel Verkehr und Staus gab. Absurd: Anstatt das Problem zu lösen, verschärfen sie es. Die Verkehrsüberlastung in Nordsachsenhausen ist in ihren Augen ein Argument dafür, dass man das Verkehrsaufkommen in Sachsenhausen noch weiter erhöhen kann. Noch absurder: Radfahrer-Lobbyisten fordern mit pseudo-wissenschaftlichen Thesen das dauerhafte Aufrechterhalten von Staus in Sachsenhausen, weil "Leute sonst aufs Auto wechseln". Staus sollen mit noch mehr Staus bekämpft, ein Problem (zu viel Verkehr) damit gelöst werden, dass man es bis zur Unerträglichkeit für alle Beteiligten (vor allem der Stadtbewohner) erhöht.



Sogenannte "Verkehrsexperten" feiern den Fakt, dass ein paar Leute ihr Auto zu Hause lassen, wenn eine Straße gesperrt wird als große Errungenschaft (Dr. Topp: 30-40% lassen ihr Auto stehen). Das hilft den Bürgern in unseren zentralen Stadtteilen überhaupt nicht. Selbst wenn 50% der Mainkai-Befahrer auf das Auto verzichten, müssen immer noch 50% des ehemaligen Mainkai-Verkehrs - also täglich etwa 10.000 Fahrzeuge - in die verbliebenen Straßen im Zentrum gedrängt werden - vor allem in den Schaumainkai, in die Berliner Straße und in die Walter-Kolb-/Gartenstraße. Obwohl insgesamt 10.000 Autos weniger in die Stadt fahren (10.000 Fahrzeuge sind bei einem Pendlervolumen von 350.000 Fahrzeugen so gut wie nicht spürbar), erhöht sich das Verkehrsaufkommen ausgerechnet dort, wo wir es am dringendsten reduzieren müssen.

3. Mehr Verkehr in der Innenstadt statt autofreier Innenstadt!

Ausgerechnet die Politiker, die am lautesten eine Verkehrswende und eine autofreie Innenstadt fordern, konterkarieren ihre eigene Forderung und drängen einen signifikanten Teil des Mainkai-Verkehrs in die Berliner Straße. Damit erhöhen sie das Verkehrsaufkommen in der gesamten Innenstadt sogar, es gibt also keine autofreie Innenstadt sondern das Gegenteil.

Die Politiker, die sowohl einen autofreie Innenstadt und einen autofreien Mainkai fordern, versuchen die Quadratur des Kreises. Entweder befindet sich der nördliche Ost-West-Verkehr in der Berliner Straße oder am Mainkai. Aber er löst sich nicht in Luft auf, wenn eine dieser beiden Straßen gesperrt wird.

In Hinsicht auf eine autofreie Innenstadt ist die Mainkai-Sperrung folglich kontraproduktiv. Warum? Weil ein Teil des Mainkai-Verkehrs in die Berliner Straße gedrängt wird und das Verkehrsaufkommen in der gesamten Innenstadt erhöht wird. Ist das eine autofreie Innenstadt? Nein, es ist das Gegenteil, es gibt sogar mehr Verkehr dort. Gerade die, die eine autofreie Innenstadt fordern, müssten sich vehement gegen eine Mainkai-Sperrung aussprechen.




Chaos Stresemannallee
Verkehrswende in Frankfurt
Stresemannallee Frankfurt: Das ist das Ergebnis, wenn Staus durch vorbereitungslose Straßensperrungen in Kauf genommen oder gar absichtlich erzeugt werden, um Pendler von der KFZ-Nutzung abzubringen.


Stockholm verkehrsberuhigt
Verkehrswende in Stockholm
Ein Straße im Stadtzentrum von Stockholm. Sie ist nicht gesperrt aber nahezu autofrei, weil eine City-Maut und eine ÖPNV-Preisreduzierung dafür sorgt, dass die ÖPNV-Nutzung wirtschaftlich attraktiver ist als die KFZ-Nutzung.

Strategien für eine echte Verkehrswende


Chaos iamm Schaumainkai Schweizer Straße / Schaumainkai: Alltägliches Chaos zur Rush Hour - verhindern mit City-Maut
City-Maut für das Stadtzentrum

Frankfurt ist die Stadt mit dem höchsten Pendler-Aufkommen in Deutschland. Wenn man den Pendler-Verkehr reduzieren will, dann gibt es zur City-Maut kaum eine Alternative, weil man damit mehr Wirkung erzielen kann als mit allen anderen Instrumenten. Sie ist damit das optimale Strategie-Element zur Reduzierung und Steuerung des Pendler-Verkehrs. In Kombination mit einer Verbilligung und Verbesserung des RMV hat die City-Maut in Stockholm bereits vor 12 Jahren zu einem überwältigenden Erfolg geführt.

City-Mauts gibt es bereits in vielen Metropolen. Sie sind optimal, weil man über die Preisgestaltung jederzeit steuern kann, wie viele Fahrzeuge man im Stadtzentrum zu einem bestimmten Zeitpunkt dulden will. Und man kann sie zu bestimmten Zeiten wie z. B. am Wochenende oder außerhalb der Rush Hour außer Kraft setzen, um Käufern, Restaurantgästen von außerhalb den Besuch in Frankfurt nicht zu verleiten.

Warum das Rad neu erfinden? Bei der Einführung einer City-Maut sollte man sich an der Vorgehensweise von Stockholm orientieren - mit einer intensiven Bürgerbeteiligung und einer Bürgerbefragung. Und natürlich an allen weiteren Aspekten wie der Preisgestaltung, der Gebührenerhebung etc.

Aktuell fehlen noch die rechtlichen Voraussetzungen. Der Städtetag hat den Bundestag allerdings bereits aufgefordert, diese zu schaffen.


U-Bahn-Station Frankfurt HBF U-Bahn Station am Hauptbahnhof: Starkes Optimierungspotential | Foto aus FNP - © Traffiq
Öffentlicher Personennahverkehr

Der RMV bietet ein signifikantes Verbesserungspotential. Er muss billiger werden, um eine Alternative zur KFZ-Nutzung zu werden. Eine vierköpfige Familie aus Eschersheim zahlt etwa 20€, wenn sie ins Zentrum und zurück will. Das ist nicht wettbewerbsfähig, Parken kostet weniger als die Hälfte. Selbst der Kurzstreckentarif wäre für die Familie keine Alternative zum Auto.

Kurzfristig: Das 365€-Ticket muss schnellstmöglich kommen. Und vor allem anderen muss die Benachteiligung der weniger gut situierten Peripherie-Bewohner beseitigt werden (Kurzstreckentarif für alle, egal wo man einsteigt und hinfährt).

Mittelfristig: Das komplizierte Tarifsystem und die grünen Automaten aus der IT-Steinzeit müssen abgeschafft und durch moderne kontaktlose Bezahlsysteme ersetzt werden, wie sie in asiatischen Metropolen längst Standard sind.

Langfristig: Selbstverständlich müssen die Kapazitäten erhöht werden. Und wir benötigen einen Ausbau der U-Bahn bis an unsere Stadtgrenzen, wenn wir dort P&R-Plätze bauen.

Bei der ÖPNV-Optimierung sollten wir uns an asiatischen Metropolen wir Singapur orientieren, die einen sicheren, sauberen und billigen ÖPNV mit bequemen Bezahlmöglichkeiten haben.



Chaos am Schaumainkai Stau vor dem Parkhaus am Dom: Anwohner sollten Vorrang im Parkhaus bekommen
Parkraum-Bewirtschaftung

Wenn man den innerstädtischen KFZ-Verkehr reduzieren will, geht an der Kombination Radwegbau, Parkraumbewirtschaftung und RMV-Verbilligung kein Weg vorbei. Die Benutzung des RMV muss einen wirtschaftlichen Vorteil bieten gegenüber der Alternative "Autofahren und Parken".

Parken massiv zu verteuern ist der falsche Weg und schwer durchsetzbar. Der wirtschaftliche Vorteil des RMV muss durch dessen Verbilligung erreicht werden, die Parkgebühren sollte man nur moderat verteuern.

Auf eine Reduzierung des Parkplatz-Angebots sollten wir verzichten. Aber wir sollten den Anwohnern, die in der Nähe eines Parkhauses wohnen, Vorrang einräumen und ihnen besonders günstige Konditionen bieten. Wenn es um autofreie Straßen in Innenstadt geht, müssen wir den Anwohnern eine preisgünstige Möglichkeit bieten, ihr Auto in der Innenstadt abzustellen.


Chaos in der Schweizer Kreuzung Schweizer Straße / Gartenstraße: Dieses Chaos kann verhindert werden - mit mehr P&R Plätzen
Park & Ride-Infrastruktur

Das 3. Strategie-Element zur Reduzierung des Pendler-Verkehrs zusätzlich zur City-Maut und zur Verbilligung/Verbesserung des ÖPNV ist die Park & Ride Infrastruktur. Wer in einem abgelegenen, kleinen Taunus-Ort wohnt, muss die Möglichkeit haben, in der nächstgelegenen größeren Stadt in den ÖPNV umzusteigen und dort sein Auto kostenlos abzustellen. Der Ausbau der P&R Plätze entlang der S-Bahn-Strecken ist also besonders wirkungsvoll, damit Pendler gleich gar nicht bis zu unserer Stadtgrenze fahren müssen.

Aber das reicht nicht. Wir benötigen auch P&R Plätze an unseren Stadtgrenzen um nicht nur Pendlern, sondern auch Touristen die Möglichkeit zu bieten, in den ÖPNV umzusteigen.

Der Ausbau der P&R Infrastruktur ist nur auf mittel- bis langfristige Sicht möglich und kann leider nicht als Strategie-Element betrachtet werden, das kurzfristig umgesetzt werden kann.




Pförtnerampel Pförtnerampel: Eigentlich schlecht, nur als Notlösung vertretbar
Pförtner-Ampeln

Pförtner-Ampeln - also das Zurückhalten des Verkehrs an den Stadtgrenzen - sind eigentlich ein schlechtes Instrument. Weil sie eine Stau-Generierungsmaßnahme sind. Das absichtliche Herbeiführen von Staus als Instrument zum Herbeiführen einer Verkehrswende muss man eigentlich grundsätzlich ablehnen.

Pförtner-Ampeln generieren Staus außerhalb der Stadt. Die vorbereitungslose Sperrung von Straßen wie bei der Mainkai-Sperrung generiert die Staus innerhalb der Stadt. Zu diesem Ansatz, der die eigene Stadtbevölkerung noch mehr schädigt als die Pendler, sind Pförtner-Ampeln immer noch die bessere Alternative.

Insofern sollte man Pförtner-Ampeln nicht vollständig als Strategie-Element ablehnen. So lange man keine anderen Instrumente hat, um die innerstädtischen Staus zu beseitigen, muss man sie in Erwägung ziehen - allerdings nur als vorläufige, zwischenzeitliche Maßnahme. Sie sind immer noch besser als das was wir jetzt haben - absichtliche Stau-Erzeugung innerhalb der Stadt. Und sie sind schnell umsetzbar.


Untermainbrücke Vorbereitungslose Verkehrsflächenreduzierung: Der Verkehr drängt sich auf der verbliebenen Fläche
Verkehrsflächenreduzierung

Um Radfahrern und Fußgängern mehr Platz zu verschaffen, muss man die Verkehrsfläche für den KFZ-Verkehr reduzieren. Daran geht leider kein Weg vorbei.

Vorbereitungslose Verkehrsflächenreduzierung, wie sie bei der Mainkai-Sperrung praktiziert wird, ist allerdings aktive, bewusste, vielleicht sogar absichtliche Stau-Erzeugung. Und damit ein dilettantischer Ansatz zum Herbeiführen einer Verkehrswende. Manche Pseudo-Wissenschaftler fordern diese Vorbereitungslosigkeit sogar. Weil sie Stau-Erzeugung als einzig wirksames Mittel betrachten, um Pendler von der KFZ-Nutzung abzubringen.

Diesen Unsinn, der auch von den Frankfurter Radfahrer-Lobbyisten gefordert wird, müssen wir grundsätzlich ablehnen. Staus kann man nicht mit noch mehr Staus bekämpfen. Und ein Problem (zu viel Verkehr) kann man nicht dadurch lösen, dass man es bis zur Unerträglichkeit für alle Beteiligten erhöht.

Vor der Reduzierung von Verkehrsfläche muss immer eine Verkehrsreduzierung stehen.





Warum Sie bei unserer Initiative mitmachen sollten?

Wenn Sie in Frankfurt eine echte Verkehrswende wollen, mit weniger Verkehr, weniger Lärm, weniger Emsionen und mehr Sicherheit für Sie selbst und für Ihre Kinder, dann müssen Sie sich wehren.


Machen Sie bei unserer Initiative mit, die sich gegen diese verantwortungslose Politik richtet, die überall zu negativen Konsequenzen führt, nur an einer einzigen Straße nicht. Das kostet nichts, verpflichtet Sie zu nichts, Ihr Name wird nicht veröffentlicht, wenn Sie es nicht wollen. Sie müssen sich nur auf unserer Website registrieren - das reicht schon.


Sie können nicht darauf vertrauen, dass andere das Problem für Sie lösen werden. Auch unsere Bürgerinitiative ist machtlos, wenn Sie sich nicht hinter uns stellen, indem Sie sich hier bei uns registrieren. Aktuell sind wir 1481 Mitglieder. Je mehr Bürger sich beteiligen, desto stärker wird unsere Stimme. Sie können nicht warten. Damit würden Sie unserem Verkehrsdezernenten (SPD) und anderen Sperrungs-Befürwortern in der Politk in die Hände spielen. Sie erwarten, dass wir uns an dieses Chaos gewöhnen. Dass es Protest gibt, haben sie erwartet, das ist sozusagen in ihre Überlegungen "eingepreist". Aber sie vertrauen darauf, dass die Bürger eine träge, uninteressierte Masse sind, die sich alles gefallen läßt - so lange sie nicht unmittelbar selbst betroffen ist. Bitte helfen Sie uns, unsere Initiative in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis bekannt zu machen.