Chaos im Schaumainkai
Die Dreistigkeit
Unterstützt von SPD-Politikern fordern Mainkai-Bewohner dreist Ruhe für sich - auf Kosten aller anderen!

Eine Frau steht im Verkehrsausschuss auf und besteht auf der Weiterführung der Sperrung, weil sie am Mainkai ihren Kindern das Radfahren so gut beibringen kann. Sie fordert mit voller Überzeugung, als wäre es ihr Grundrecht, eine dreispurige Straße für sich um ihren Kindern Radfahren beizubringen! Andere sollen dafür in Blechlawinen ersticken, das ist ihr völlig egal.

Ein anderer steht auf und behauptet, die Leonhardskirche drohe zusammenzubrechen, wenn am Mainkai wieder Verkehr wäre, weil sie durch das Hochwasser bereits vorgeschädigt wäre.

So ticken sie alle am Mainkai. Sie machen so, als wolle man ihnen etwas wegnehmen, was sie schon immer hatten. Sie wollen sich mittags in die Sonne setzen und rüberschauen nach Sachsenhausen, wo sich die LKW-Lawinen am Museumsufer entlang quälen. Hauptsache, sie haben die Blechlawinen nicht vor der eigenen Haustür. Wenn der Verkehr drüben nicht steht, wird das sofort als Erfolg gefeiert. Man behauptet, dass die Sperrung ein Erfolg sei, nirgendwo zu negativen Folgen führe - eine unglaubliche Impertinenz.

Es wurde sogar eine Bürgerinitiative gegründet, die sich angeblich für mehr Lebensqualität einsetzt. Dass diese Verbesserung der Lebensqualität nur für Mainkai-Bewohner gilt aber auf Kosten aller anderen geht und deren Lebensqualität ruiniert, wird negiert.

Der Initiator der Bürgerinitiative ist kein Bürger sondern ein SPD-Politiker, es ist also eine Politiker-Initiative. Er sollte eigentlich die Interessen der Bürger in der Innenstadt sowie im Bahnhofs- bzw. Allerheiligenviertel vertreten, weil er von diesen gewählt wurde. Und was macht er? Er sorgt dafür, dass die Verkehrsmassen vom Mainkai in alle diese Wohnviertel hineingedrängt wird. Ein SPD-Politiker setzt sich für die Interessen der gut situierten Mainkai-Bewohner ein und dient den Interessen der milliardenschweren Investoren in das Degussa-Areal. Seine weniger gut situierten Wähler lässt er im Stich und drängt ihnen Blechlawinen in ihre ohnehin schon engen und lauten Straßen.

Und der Verkehrsdezernent (SPD) ist bei der Gründungsversammlung anwesend. Ein perfides Spiel.

Bei den Politikern ist es nicht anders. Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen, damit man nicht zugeben muss, dass man einen Fehler gemacht hat. Angeblich gibt es keine negativen Auswirkungen. Offensichtlich beherrschen diese Leute den Dreisatz nicht mehr. Wer 20.000 zusätzliche Fahrzeuge in vorher schon überlastete Straßen drängt, kann sich ganz genau ausrechnen was passiert. Und wenn er durch unsere Straßen geht, dann sieht er das auch. Aber es wird abgewiegelt. In Sachsenhausen habe es schon immer ein hohes Verkehrsaufkommen gegeben (als wäre das ein Grund noch mehr Autos in unsere Straßen drängen zu können ! ). Alles müsse sich erst einmal "einspielen".

Ganz einfach zu durchschauen: Diese Leute setzen darauf, dass wir uns an das Chaos gewöhnen. Geben Sie ihnen die Quittung bei der nächsten Kommunlawahl