eMail einer alten, gehbehinderten Dame an den Klamauk-Politiker Nico Wehnemann


Herr Wehnemann,
Sie schreiben in Ihrer Mail von rückwärtsgewandten Menschen, die Frankfurt nicht total autofrei haben wollen.

Seit dem Club of Rome leben wir und unser gesamter Freundes- und Bekanntenkreis sehr umweltbewusst, es hat auch keiner SUVs oder ähnliche Autos, und ich selbst fuhr immer mit der Bahn. Das ist mehr als 30 Jahre her, und wie haben Sie inzwischen gelebt.

Als jetzt alte und gehbehinderte Frau kann ich aber leider nicht mehr Bahn fahren, ich muss mir immer jemand suchen, der mich in die Schweizerstraße oder zum Südbahnhof o.ä. fährt, weil ich nur dort Geld holen oder Fleisch kaufen kann oder Brot, denn bei uns in der Steinlestraße gibt es das alles nicht mehr, das war vor 50 Jahren (Mietwohnung) anders. Natürlich bin ich nicht die Einzige hier, die diese Probleme hat, denn allein in den zwei Häuern, in denen ich lebe, sind 3 Personen mit UAG.

Selbst das dringend benötigte Krankenhaus Sachsenhausen ist überhaupt nicht zu erreichen mit öffentl. Verkehrsmitteln.

Aus diesem Grund ärgert mich Ihr wirklich unsachliches Schreiben an unsere Initiative ganz erheblich. Sie haben nur recht mit der Aussage, dass wir - bisher jedenfalls - keine Mitglieder sondern Mitmacher in einer BI sind.

Sie sollten sich -nachdem Sie nicht OB geworden sind und also Zeit haben - um Verkehrsverbesserungen kümmern, die uns helfen würden, in der Politik verdienen Sie ja immer noch ganz gut.Und es wäre eine positive Arbeit, anstatt unberechtigt zu meckern.

Mit nicht mehr freundlichen Grüßen
E.S. Steinlestr. , Frankfurt