Brief einer Sachsenhäuser Mutter an den OB


Sehr geehrter Herr Feldmann,

leider müssen wir uns erneut als besorgte Eltern an Sie wenden, was wir bereits vor 2 Jahren schon tun mussten. Hierzu hatten wir uns bereits am 18. August 2017 an Sie gewandt. Es geht auch diesmal wieder um die Sicherheit unserer Kinder, die die Textorschule und Schillerschule in Frankfurt Sachsenhausen besuchen.

Lieber Herr Feldmann, wir bitten Sie, sich mal mindestens eine Woche lang zu den Stoßzeiten (zur 1. Schulstunde 7:30-7:55 Uhr und zur 2. Schulstunde 8:15-8:40 Uhr) an die Kreuzung Schweizer Straße/Gartenstraße zu stellen, denn da werden auch Sie feststellen, dass dieser Schulweg für unsere Kinder eine Zumutung und viel zu gefährlich ist.

Diese Kreuzung, die ohnehin schon immer sehr gefährlich war, hat inzwischen ein Gefahrenausmaß angenommen, das uns Eltern dazu veranlasst unsere Kinder nicht mehr alleine zur Schule schicken zu können.

Nachdem seit einigen Wochen nun auch noch erlaubt ist, an der Kreuzung (von der Stadt kommend) links abzubiegen, ist das Chaos perfekt. Selbst ich, als Erwachsene habe Probleme den Verkehr zu überblicken und richtig einzuschätzen. Sehr schwierig für mich, weil ich vor mir noch mein 9 Monate altes Baby im Kinderwagen herschiebe und auch da auf der Hut sein muss, dass es nicht von einem Auto, Radfahrer oder jetzt auch noch E-Scooter erfasst wird; Gott bewahre!

Wie bitte sollen Grundschüler diese furchtbare Verkehrssituation einschätzen können? Warum werden unsere Kinder hier nicht geschützt?

Die Mainuferstraße auf der Stadtseite lahmzulegen hat für uns Sachsenhäuser unzumutbare Auswirkungen. Wir sind seit Wochen einem noch höheren Lärmpegel als sowie schon ausgesetzt. Die Lokale auf der unteren Schweizerstraße verzeichnen Einbußen, weil sich keiner mehr raus auf die Plätze an der Straße setzen möchte.

Durch das Verkehrsaufkommen sind wir einem permanenten Stau und erhöhten Abgasen ausgesetzt. Gemütlich irgendwo essen oder einen Kaffee trinken ist nicht mehr möglich. Ein Hubkonzert folgt dem anderen, weil der Verkehr auch für die Autofahrer eine erhöhte Stressbelastung darstellt.

Als Anwohner das Auto zu bewegen, setzt einen ebenfalls unter Stress, denn man kommt kaum aus der Metzlerstraße oder vernünftig durch die Dürerstraße. Und viele andere Nebenstraßen sowie auch das Mainufer sind noch schlimmer betroffen. Auch hier laden wir sie ein, zu Berufsverkehrzeiten mal mit dem Auto irgendwo hin zu fahren.

Heute morgen um 9 Uhr konnte ich mal ein Foto vom Otto-Hahn-Platz machen, sehen sie selbst. Ein Verkehrschaos wohl gemerkt vor 2 Schulen (Schillerschule und Carl-Schurz-Schule) und einer Kita.

Auch hier Herr Feldmann, müssen dringend die Ampelschaltungen überdacht werden. Die Ampel direkt vor der Schillerschule bleibt exakt 2 Sekunden grün. Die Schulkinder müssen über die Straße rennen. Wir sprechen hier über einen gefährlichen Fußgängerüberweg mit Autos die sich stauen und Straßenbahnen, die dort entlang fahren.

Radfahrer und E-Scooter weichen nun auf die Gehwege aus, was ohnehin schon immer ein großes Problem dargestellt hat, aber jetzt sind unsere Kinder und auch wir auf den Gehwegen einer noch größeren Gefahr dadurch ausgesetzt.

Krankenwagen und Feuerwehr haben immense Probleme diese Straßen und Kreuzungen zügig zu passieren, was wiederum dazu führt, dass das Martinshorn nebst Huppe fast zum Dauereinsatz kommt. Gerne dürfen sie sich für das Spektakel mal in der Metzlerpark begeben. Auch hier werden Sie kaum eine ruhige Zone finden.

Das Thema Obdachlose auf der Schweizerstraße haben wir auch schon mehrfach angesprochen. Und ich kann es nur immer wieder betonen - NEIN, halbnackte Menschen, die in ihrem eigenen Erbrochenen liegen und meinen Kindern auf ihrem Schulweg Angst machen gehören nicht zu meinem Stadtbild!!!!!!! Hier muss nachhaltig etwas geschehen, wir dulden das nun schon seit Jahren. Warum kann hier nichts unternommen werden???

Wir sind sehr enttäuscht, dass auf die jungen Verkehrsteilnehmer überhaupt keine Rücksicht genommen wird und erwarten hier schnell eine vernünftige Änderung.

Beste Grüße F. U.