Wenn jemand den Bürgern eine "autofreie Innenstadt" verspricht, dann soll er/sie gefälligst auch Straßen in der Innenstadt sperren und nicht das Gegenteil machen und zusätzliche Fahrzeuge hineindrängen


Chaos am Schaumainkai Foto aus www.fr.de / Copyright Frankfurter Rundschau

Wir fordern keine autofreie Innenstadt, weil es dazu in unserer Initiative kein geschlossenes Meinungsbild gibt: Manche wollen es, manche lehnen es ab. Wenn es in der Politik aber eine Mehrheit dafür gibt, dann fordern wir im Namen unserer Mitglieder aus der Innenstadt, dass man dann auch in der Innenstadt beginnt und nicht an ihrem Rand.

In diesem Fall schlagen wir vor, Straßen in der Innenstadt zu sperren - z. B. die Braubachstraße und die Straßen die parallel zur Zeil verlaufen. Die Berliner Straße, die die Innenstadt regelrecht in 2 Teile trennt, muss ihren Rennstrecken-Charakter verlieren: Rückbau auf 2 Spuren, Radwege-Bau, Einrichtung einer Tempo 30 Zone.

Damit ergibt sich eine verkehrsberuhigte bzw. autofreie Innenstadt vom Main bis zur Zeil - ohne dass andere Stadtteile mit Blechlawinen überflutet werden.

In der gesamten Innenstadt - vom Main bis zur Zeil könnte man überall von Autos unbehelligt radfahren. Die autofreie Strecke wäre mindestens fünffach so lang wie die, die die Radfahrer jetzt am Mainkai haben (die ohnehin kaum genutzt wird, weil die Radfahrer lieber direkt vorne am Main fahren).

Völlig "autofrei" ist realistisch betrachtet, nicht umsetzbar. Anwohner , Gastronomen und Geschäftsinhaber sowie Handwerker und Rettungsdienste müssen freie Zufahrt haben. Das sehen auch die Verantwortlichen in Kopenhagen oder Stockholm so, den Vorreiter-Städten für moderne Verkehrskonzepte.