Stockholm widerlegt unsere Sperrungs-Befürworter und Radfahrer-Lobbyisten in beeindruckender Weise


Stockholm verkehrsberuhigt     Photo by Sebastian Pichler on Unsplash

Stockholm entlastet seine Innenstadt mit einem Konzept, das den ÖPNV sehr attraktiv und die KFZ-Nutzung sehr unattraktiv gemacht hat.

Die KFZ-Nutzung wurde verteuert (durch eine City-Maut), der ÖPNV verbilligt und perfektioniert. Die Verkehrswende wurde über kommerzielle Aspekte erreicht, nicht durch Repression, wie von den Radfahrer-Lobbyisten und vielen Politikern gefordert. Wie auf dem Foto zu sehen ist, gibt es keine Staus. Eine City-Maut ist bei uns vom Städtetag bereits gefordert und deshalb auch in Deutschland bald machbar.

Im Unterschied zu Frankfurt (Betonpoller aufstellen und zuschauen was passiert) ging Stockholm auf Basis einer durchdachten Strategie vor, die die Bürger in den Entscheidungsprozess einbezog. Zunächst wurde eine Befragung der Bürger durchgeführt, bei dem sich nur ein Drittel der Bürger für die City-Maut ausgesprochen hat. Danach wurde die City-Maut sieben Monate lang versuchsweise eingeführt um sowohl politische als auch öffentliche Akzeptanz zu erlangen. Nach dem Versuch (in dessen Verlauf es eine kontinuierliche Verringerung der Staus gab) wurde ein zweites Referendum durchgeführt. Das System war bereits eingerichtet und offensichtlich wirksam, so dass die Vor- und Nachteile des Konzepts für die Bürger leicht zu erwägen war. Die öffentliche Unterstützung stieg im zweiten Referendum auf zwei Drittel.