Initiative "Sachsenhausen wehrt sich"

Weltweit werden Innenstädte vom Verkehr entlastet. Frankfurt droht das Gegenteil!

Mehr Verkehr statt weniger

Eine Verkehrswende hat normalerweise eine Verkehrsreduzierung im Stadtzentrum, manchmal autofreie Zonen zur Folge. Eine Mainkai-Sperrung ist aber nicht der "Anfang einer autofreien Innenstadt", wie ihre Befürworter behaupten, sondern ihr Ende. Sie führt zwangsläufig zu mehr Verkehr in der Innenstadt, weil große Teile des Mainkai-Verkehrs in die Berliner Straße und damit in die Innenstadt verlagert werden. Das ist nicht zu vermeiden, weil sich die Blechlawinen nicht in Luft auflösen, wie naive Sperrungsbefürworter hoffen. Es gibt keinen Plan, den Verkehr unter die Erde zu bringen (z. B. durch eine Verlängerung des Theatertunnels), folglich er landet zwangsläufig im Stadtzentrum.

"Mehr Lebensqualität, weniger Verkehr, weniger Lärm und weniger Emissionen" wie die Befürworter versprechen, gibt es nur für ein paar hundert Bewohner am Mainkai.

Überall sonst gibt es noch mehr Verkehr, noch mehr Lärm, noch mehr Emissionen, insbesondere in Nordsachsenhausen und in der Innenstadt, wo Zehntausende schon seit Jahrzehnten unter der höchsten verkehrsbedingten Lärm- und Emissionsbelastung in Frankfurt leiden.

Chaos Stresemannallee
Verkehrte Verkehrswende

Eine Aufnahme, die zur Zeit der probeweisen Mainkai-Sperrung gemacht wurde. Jeden Morgen und jeden Abend stauen sich die Verkehrsmassen in den Sachsenhäuser Straßen. Pendler weichen in die Wohnbegiete aus.

Das wird als "Verkehrswende" dargestellt - ein dreister Versuch ganz Frankfurt für dumm zu verkaufen.

Untermainbrücke mit Mainkai-Sperrung
Die Untermainbrücke MIT Mainkai-Sperrung

Das war die "sozial-ökologische Verkehrswende" während der probeweisen Mainkai-Sperrung: Etwa 15.000 Fahrzeuge wurden täglich auf die südliche Mainseite gedrängt - mitten ins Herz von Nordsachsenhausen, dem Stadtteil der ohnehin seit Jahrzehnten unter massiver Verkehrsüberlastung leidet.

Untermainbrücke ohne Mainkai-Sperrung
Die Untermainbrücke OHNE Mainkai-Sperrung

So war es nach der Aufhebung der Mainkai-Sperrung im September 2020 gegen 17 Uhr:
Kein Stau, kein Stress, kein Chaos. Die Sachsenhäuser hatten den Zustand wieder, wie sie ihn vor der Mainkai-Sperrung kannten.


Wir fordern

So stellt sich Verkehrsdezernent Klaus Oesterling, SPD, professionelles Verkehrsmanagement vor: "Die Autos sollen sich ihren Weg suchen". Und so stellt sich Oliver Strank, SPD, eine professionell geplante Verkehrswende vor: "Eine Verkehrswende kann man nicht planen. Man muss einfach mal machen und nachsteuern."

Begriffe wie Plan, Konzept, Strategie sind offensichtlich Fremdwörter bei diesen Politikern. Mit solchen Ansätzen kann man vielleicht Verkehrspolitik in einer Wetterau-Gemeinde machen aber nicht in der Stadt mit dem höchsten Pendler-Aufkommen in Deutschland. Wir fordern:


  1. Eine Verkehrspolitik, die auf einer umfassenden, integrierten Verkehrsplanung basiert, mit klar definierten Zielen und Strategien.

  2. Eine Verkehrspolitik, die den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer gerecht wird und darüber hinaus den Bedürfnissen des Wirtschaftsverkehrs Rechnung trägt.

Amazon & Co und die rotgrüne Verkehrspolitik werden ein Massensterben im Einzelhandel auslösen, weil man Besucher aus den peripheren Stadtteilen und aus den Umlandgemeinden durch Parkraumreduzierung, Parkpreiserhöhung und durch die Einrichtung einer autofreien Innenstadt davon abhalten will, im Frankfurter Stadtzentrum einzukaufen. Wir sind bereits mitten drin in diesem Prozess. ESPRIT, H&M, ZARA und Karstadt/Kaufhof (2025) schließen bereits, der Rest wird folgen.

Auch Restaurants und Hotels müssen auf viele Gäste aus den peripheren Stadtteilen und aus den Umlandgemeinden verzichten. Dass man aus der Peripherie mit dem Rad oder mit dem ÖPNV anreist, um im Zentrum essen zu gehen - daran glauben nur Radfahrer-Lobbyisten. Die Restaurantszene muss sich zwangsläufig dezentralisieren. Und niemand wird mehr eine Konferenz in einem Innenstadt-Hotel organisieren, wenn die Gäste mit dem ÖPNV anreisen müssen. Frankfurt wird seine Rolle als Konferenzstadt Nummer 1 in Deutschland verlieren.

Auch die Kulturszene wird leiden. Niemand reist aus Königstein oder Aschaffenburg mit unserem herunter gekommenen und unsicheren ÖPNV an um ins Theater, in die Oper zu gehen oder andere Kultur-Events zu besuchen.

Alle diese Effekte zusammen werden zu einer signifikanten Verödung der Frankfurter Innenstadt führen. Wir fordern:


  1. Ein Ende des blindwütigen Autofahrer-Bashing, die Reduzierung der Parkmöglichkeiten oder die Verteuerung des Parkens wie es bereits durchgeführt wird.

  2. Die Zufahrt mit dem PKW zu Parkhäusern und Hotels muss gewährleistet bleiben, völlig unabhängig davon, welche verkehrsreduzierenden Maßnahme ergriffen werden.

  3. Um die Verödung der Innenstadt zu verhindern, fordert der renommierteste Stadtplaner Deutschlands - Prof. Cristoph Mäckler - eine "gute und funktionale Mischung von Wohnen und Arbeiten". Das wird nur möglich sein, wenn die Zufahrt mit dem Auto zu den Unternehmen möglich bleibt. Damit ist eine völlig autofreie Innenstadt vom Tisch. Kein Unternehmen wird in der Innenstadt bleiben, wenn die Mitarbeiter, die in den Umlandgemeinden wohnen, nicht an den Arbeitsplatz kommen oder wenn Logistiker, Vertriebs- und Servicemitarbeiter, die mobil bleiben müssen, ihren Job nicht ausüben können.

Es kann nicht sein, dass ausgerechnet die Bürger in den zentralen Frankfurter Stadtteilen Innenstadt, Bahnhofs- und Allerheiligenviertel sowie Nordsachsenhausen, die schon seit Jahrzehnten unter der höchsten Verkehrsbelastung in Frankfurt leiden, nicht nur nicht entlastet, sondern noch zusätzlich mit dem Mainkai-Verkehr belastet werden.

Damit ein paar hundert Bewohner an den Mainuferstraßen Ruhe vor dem Verkehr haben, sollen Zehntausende im dahinter liegenden Stadtteil doppelt oder dreifach so viel Verkehr ertragen. Wer schon den meisten Verkehr hat, soll noch mehr hinzu bekommen - ungerechter geht es nicht.

Wir fordern:


  1. Gerechtigkeit muss über allem anderen stehen. Alle Bürger, insbesondere die Bürger im traditionell verkehrsüberlasteten Stadtzentrum, müssen entlastet werden und nicht nur die Anwohner einer einzelnen Straße.

  2. Keine Sperrung von Mainuferstraßen so lange wir keine untertunnelte Ost-West-Verbindung (z. B. eine Weiterführung des Theatertunnels) haben.

  3. Nördlich und südlich des Mains muss es gleichzeitig zur Verkehrsentlastung kommen. Wir fordern Fahrspurreduzierungen und den Radwegbau auf beiden Seiten des Mains, also nicht nur am Mainkai und in der Berliner Straße sondern auch am Schaumainkai und in der Walter-Kolb-/Gartenstraße.

RotGrüne Politiker fordern unablässig eine Verkehrswende, weniger Lärm und weniger Emissionen und mehr Lebensqualität. Das Verschieben von Verkehrsmassen von den Mainuferstraßen in die dahinter liegenden Wohnviertel führt aber nicht zu einer Verkehrswende sondern zum Gegenteil, weil es im gesamten Stadtzentrum zu einer Erhöhung der Lärm- und Emissionsbelastung kommt.

Eine Verkehrswende ist nur mit einer flächendeckenden Verkehrsreduzierung im Stadtzentrum möglich aber bestimmt nicht mit dem Verschieben von Verkehrsmassen.

Pendler aus der Frankfurter Peripherie und den Umlandgemeinden, die aus preislichen Gründen das Auto benutzen sind unser Hauptproblem. Die Verkehrspolitik muss sich hauptsächlich an ihren Mobilitätsbedürfnissen orientieren. Wir fordern:


  1. Ein Ende der Benachteiligung von ÖPNV-Benutzern aus den Umlandgemeinden (365€-Ticket und /oder Kurzstreckentarif für alle) und ein Ende der Bevorteilung der meist gut situierten Bewohner im Stadtzentrum.

  2. Einen Ausbau der Park&Ride-Infrastruktur entlang der S-Bahn-Strecken und an unseren Stadtgrenzen.

  3. Einen Ausbau des ÖPNV, insbesondere die Verlängerung der U-Bahn bis an unsere Stadtgrenzen.

  4. Erst dann, wenn die Voraussetzungen durch den Ausbau des ÖPNV und den Ausbau der P&R-Infrastruktur dafür geschaffen sind, kann auch eine City-Maut für das Stadtzentrum wie in London, Stockholm etc. in Erwägung gezogen werden.

Kinder, die einen gesperrten Mainkai zum Spielen benötigen werden unablässig instrumenalisiert - insbesondere von der SPD und von der Radfahrer-Lobby.

Am Mainkai gibt es aber kaum Kinder. In der gesamten Innenstadt gibt es nur eine einzige Grundschule und die liegt am Anlagenring, meilenweit entfernt vom Mainkai.

Ganz anders im reinen Wohngebiet Sachsenhausen, da gibt es 10 Grundschulen. Das kümmert RotGrün nicht. Die Gefährdung von 10.000 Sachsenhäuser Grundschülern wird billigend in Kauf genommen.

Wir fordern:


  1. Schluss mit einer Politik, die das Verkehrsaufkommen im kinderreichen Wohngebiet Sachsenhausen massiv erhöht. Kleine Kinder können die Gefahren, die von überlasteten Straßen und gestressten Autofahrern ausgehen, überhaupt nicht einschätzen.

  2. Statt einer Verkehrserhöhung in Sachsenhausen fordern wir das Gegenteil - eine signifikante Verkehrsreduzierung insbesondere in Nordsachsenhausen, dem traditionell am stärksten belasteten Stadtteil in Frankfurt.






Warum Sie bei unserer Initiative mitmachen sollten?

Die Frankfurter Verkehrspolitik ist auf einem fatalen Weg.


Wenn Sie im Fluglärm-geplagten Sachsenhausen, im Bahnhofsviertel oder in der Innenstadt wohnen, müssen Sie sich wehren. Sie sind ohnehin schon der höchsten Lärm- und Emissionsbelastung in Frankfurt ausgesetzt. Damit ein paar hundert Mainkai-Bewohner Ruhe vor ihrer Tür haben, sollen Sie noch mehr Verkehr, noch mehr Lärm, noch mehr Abgase in Ihren Straßen akzeptieren.
Damit ein paar hundert Mainkai-Bewohner Ruhe vor ihrer Tür haben, sollen sollen Ihre Kinder in Sachsenhausen und im Bahnhofsviertel einer noch höheren Verkehrsgefährdung ausgesetzt werden.
Und das Verdrängen von Besuchern aus den Umlandgemeinden und peripheren Stadtteilen entzieht den Geschäften die Käufer, den Restaurants die Gäste, den Kulturschaffenden die Besucher und damit die Existenzgrundlage. Das Hinausdrängen von Besuchern aus der Peripherie aus dem Stadtzentrum entzieht den Geschäften etwa die Hälfte ihrer Umsätze und wird zwangsläufig zu einem beispiellosen Massensterben im Einzelhandel und zu einer völligen Verödung der Innenstadt führen.
Wenn Sie in Fechenheim, Bergen-Enkheim, Heddernheim, Rödelheim, Niederrad etc. oder in einer Umlandgemeinde wohnen, müssen Sie sich wehren. Die Frankfurter Radfahrerlobby will Sie aus dem Stadtzentrum verdrängen. Man wird Ihnen die Parkplätze wegnehmen, wird Ihnen horrende Parkgebühren abfordern und wird Sie letztlich aus der Innenstadt ausschließen.
Radfahrer-Lobbyisten und ihre Marionetten in der Politik wollen eine Innenstadt ausschließlich für Innenstadt-Bewohner, die alles mit dem Rad erreichen können.
Machen Sie bei unserer Initiative mit, die sich gegen diese Politik richtet. Das kostet nichts, verpflichtet Sie zu nichts, Ihr Name wird nicht veröffentlicht, wenn Sie es nicht wollen. Sie müssen sich nur auf unserer Website registrieren - das reicht schon. Sie können nicht darauf vertrauen, dass andere das Problem für Sie lösen werden. Auch unsere Bürgerinitiative ist machtlos, wenn Sie sich nicht hinter uns stellen, indem Sie sich hier bei uns registrieren .

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