Über uns

Wir sind unpolitisch, überparteilich und haben keinerlei parteipolitische Interessen. Obwohl inzwischen auch viele Politiker Mitglieder unserer Initiative geworden sind, achten wir sorgsam daruf, dass unsere Inititiative nicht von ihnen instrumentalisiert wird.

Uns geht es ausschließlich darum, diese unsägliche Mainkai-Sperrung zu beseitigen, die kein einziges Problem löst aber sehr viele neue generiert. Und wir wollen mithelfen die planlose, strategie-freie Verkehrspolitik in Frankfurt zu beenden, indem wir ihre Folgen auf dieser Website dokumentieren.

Wir wollen nicht nur kritisieren sondern auch Denkanstöße bieten, wie Frankfurt zu verkehrsberuhigten Zonen kommen kann - ohne die Pendler zu schikanieren und ohne die Unternehmen und damit Arbeitsplätze aus der Stadt zu vertreiben.

Fürungskreis

In unserem Gründungs- und Führungskreis befindet sich kein einziger Politiker. Aktuell wird die Initiative von einem Unternehmensberater, einer Ärztin, einem Juristen, einem AG-Vorstand und einem Geschäftsführer geführt.





Herbert K. Schmoll




Der Initiator stellt sich vor

  • Herbert K. Schmoll
  • Ich bin der Initiator dieser Initiative und wohne mit kurzen Unterbrechungen bereits seit 1980 in Sachsenhausen. Ich bin verheiratet, wir haben zwei erwachsene Söhne, die auch in Sachsenhausen wohnen.
  • Ursprünglich komme ich aus der Nähe von Baden-Baden, habe in Karlsruhe Wirtschaftsingenieurwesen studiert und 1976 bei IBM in Niederrad meine berufliche Karriere gestartet.
  • Ich habe 25 Jahre lang Positionen im Vertriebsmanagement ausgeübt, darunter 15 Jahre in Senior Sales Management mit Deutschland-weiter Verantwortung bei weltweit führenden Unternehmen aus der IT und bei einer der global größten Managementberatungsgesellschaften. Seit 10 Jahren bin ich in der Personalberatung tätig, seit einigen Jahren als Geschäftsführender Gesellschafter einer kleinen Personalberatungsgesellschaft.
  • Sachsenhausen ist für mich der schönste Frankfurter Stadtteil, weil seine historische Bausubstanz weitgehend erhalten geblieben ist, der Stadtteil mit dem Museumsufer kulturell weltweit etwas Einzigartiges zu bieten hat und weil Restaurants und Apfelweinwirtschaften ein einzigartiges Gastronomie-Angebot bereithalten .

Warum habe ich diese Initiative gegründet?

Ich bin Personalberater. Die Interviews mit meinen Kandidaten mache ich überwiegend am Flughafen, manche auch in Hotels, wenn die Kandidaten dort übernachten. Folglich habe ich mehrere Interview-Termine pro Tag, die ich in den meisten Fällen mit dem Auto mache, weil es aufgrund der Anschlußtermine anders gar nicht geht. Mit dem RMV könnte ich nur halb so viele Termine pro Tag machen. Bis ich zu Fuß am Schweizer Platz bin, dauert es schon einmal 10 Minuten. In dieser Zeit bin ich mit dem Auto bereits am Flughafen.

Mitte August hatte ich einen Termin im Westin-Hotel. Normalerweise habe ich eine Fahrzeit von 10 Minuten. Zu meiner Überraschung benötigte ich 40 Minuten, bin eine halbe Stunde zu spät gekommen. Da wurde mir erstmals klar, dass in dieser Stadt Chaoten am Werk sind, die bereit sind für eine gesperrte Straße eine ganze Stadt lahmzulegen. Die es in Kauf nehmen, das jeder, der in dieser Stadt seinen Job ausüben und mobil sein muss, doppelt oder dreimal so lange unterwegs ist. Mir wurde klar, dass nicht nur meine Effektivität halbiert wird, sondern auch die von hunderttausenden anderen: Pendler, Handwerker, Logistiker und viele andere Berufsgruppen. Mir wurde klar, dass nicht nur ich die Stadt mit doppelt so hohen Abgas-Emissionen belaste, sondern hundertausende andere auch. Im Verlauf der halben Stunde, die ich auf der Alten Brücke herum stand, wurde mir immer klarer, dass man sich diese Dreistigkeit und diesen Dilettantismus unserer Politiker nicht einfach gefallen lassen darf.


Meine Erfahrungen mit dieser Initiative

Wer eine Bürgerinitiative gründet, benötigt starke Nerven und muss damit rechnen, dass er einen hohen Aufwand betreiben muss. Ich habe Ende August eine rudimentäre Website online gestellt und habe nur mit wenigen Unterstützern gerechnet. In den ersten Tagen waren es dann 80 pro Tag und mehr, nach einem Monat waren es mehr als 600. Ich musste eine IT-Lösung zur Verwaltung der Mitglieder und zur Kommunikation mit ihnen implementieren.

Ich war plötzlich 2-3 Stunden pro Tag damit beschäftigt eMails zu beantworten. Man hat es mit mehreren hundert Individuen zu tun, die alle eine Meinung und das Recht haben gehört zu werden.

Als die Presse auf uns aufmerksam wurde und die ersten Artikel über uns erschienen, musste ich feststellen, dass ich mindestens genau so viele Gegner wie Unterstützer hatte. Irgendeiner erfindet das Gerücht, dass ich mit dem SUV zum Kaffeetrinken fahre und unzählige andere plappern es nach. Das Gerücht hält sich bis heute hartnäckig, obwohl wir für die Stadtfahrten einen Smart benutzen. Mir wurde vorgeworfen, ich wolle einen Konflikt zwischen Hibbdebach und Dribbdebach schüren , obwohl ich mich nur gegen die Ungerechtigkeit wehren wollte, die insbesondere den Sachsenhäusern widerfährt, die mit Fluglärm schon genug zu ertragen haben.

Zu meiner Überraschung meldeten sich viele, die auf der Nordseite des Mains wohnen und bemängelten, dass sie genauso litten wie die Sachsenhäuser. Wir sollten doch bitte auch ihre Interessen mitvertreten, ja sogar den Namen der Initiative ändern. Den Namen der Initiative haben wir beibehalten, die Interessenvertretung haben wir gerne übernommen. Frauen meldeten sich, die meine wirtschaftlichen Argumente völlig irrelevant fanden im Vergleich zu der Tatsache, dass das Leben ihrer Kinder gefährdet sei. Folglich musste auch dieses Argument Berücksichtigung finden.

Nach einigen Wochen wurde mir klar, dass ich nicht im Namen von vielen hundert Leuten sprechen kann, ohne nach ihrer Meinung zu fragen. Ich musste sicherstellen, dass die Inhalte unserer Kommunikation von einer breiten Mehrheit unterstützt wird. Also musste ich einen Mechanismus in unserer IT implementieren, mit dem ich Meinungsumfragen machen konnte.

Letztlich hat es mehr als 2 Monate gedauert, bis ich so weit war, dass ich mich wieder ein paar Stunden pro Tag mit meinem Job beschäftigen konnte.

Auch eine Erfahrung: Man kann es nicht jedem recht machen. Der eine will dauernd informiert werden, die andere beschwert sich über die "Mailflut". Ich beschäftige mich jeden Tag 2-3 Stunden mit eMails, anderen ist es schon zu viel Aufwand, alle paar Tage eine eMail zu lesen. Der eine will, dass wir aggressiv vorgehen, dass wir "draufhauen", weil alles andere nichts bringt. Die andere will genau aus dem gleichen Grund eine rein sachliche Argumentation, will sogar, dass wir Roß und Reiter aus der Politik nicht nennen, weil es nicht gegen ihre Lieblings-Partei gehen soll.